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kommtom

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1

Mittwoch, 7. Juli 2004, 19:57

Wie seht ihr die chance von Jan Ulrich?

Hi,
Wie seht ihr denn die chance das Jan Ulrich die tour gewinnt?
ist ja heute net so doll gelaufen,was.55 sek. rückstand nach 4 etappen.
gtruß tom 8)
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wolverine

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2

Mittwoch, 7. Juli 2004, 20:12

RE: Wie seht ihr die chance von Jan Ulrich?

wenn armstrong einen dehydrationshänger wie letztes jahr kriegt und sich ullrich dann auch traut einen angriff am berg zu fahren....

ansonsten sehe ich schwarz für ullrich
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lundaland

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3

Mittwoch, 7. Juli 2004, 21:22

Zitat

wenn armstrong einen dehydrationshänger wie letztes jahr kriegt


hmm, jau...armstrong gehört zwar zu den akribischsten und diszipliniertesten... aber nicht unbedingt zu den klügsten und talentiertesten. ullrich hat dabei schon auf den ersten vier etappen 55 sekunden rückstand und für ihn lief es dabei sogar noch gut. er ging die tempoverschärfung bei der dritten mit und das neue reglement beim mannschaftszeitfahren half ihm auch schon... viel mehr glück kann er eigentlich nicht erwarten. nun muß armstrong schon einen fehler machen... aber die tour ist ja noch lange. man denke nur an beloki im letzten jahr.

natürlich spielt auch das wetter eine rolle... bleibt es unbeständig ist es ein vorteil für armstrong. bei hoher hitze hat ullrich noch eine chance.


ciao, oliver
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wolverine

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4

Mittwoch, 7. Juli 2004, 21:28

Zitat

Original von lundaland


aber nicht unbedingt zu den klügsten und talentiertesten.


ciao, oliver



faulheit ist im sport aber die größte form der dummheit, und die hat ullrich bei seinem talent bisher weidlich gezeigt, zumindest bei der tour.

p.s. allerdings weiß ich selbst nicht, wie fleissig ich wäre, wenn ich das talent von ullrich hätte :D :D
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lundaland

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5

Donnerstag, 8. Juli 2004, 10:01

hmm, das stimmt natürlich. mit dummheit (weil ich weder den einen noch den anderen persönlich kenne) meinte ich auch eher die renneinteilung und -taktik. armstrong hängt schon sehr stark von der vorbereitung und dem team/teammanagement ab. ullrich scheint mir (das letzte jahr hat das gezeigt) aus viel weniger viel mehr machen, mehr improvisieren zu können.

ullrich ging schon zwei- oder dreimal mit übergewicht an den tourstart und kam so eben über die erste woche um dann am ende noch zweiter zu werden... aber natürlich kann man vortrefflich auf ullrichs naivität und beschränktheit abstellen, wenn man mit seinem talent stets nur zweiter wird. er hat aber - wenngleich er armstrongs erfolg nicht wiederholen können wird - auch ein paar beeindruckende ergebnisse erreicht. er hat bei der tour niemals schlechter als zweiter abgeschnitten. er wurde olympiasieger und weltmeister (in den jahren, in denen er auch die tour fuhr!). mit 23 bereits toursieger.

na und wenn man noch seine erfolge bei der tour in relation zu den siegfahrern setzt: zweiter bei der ersten tour 1996 hinter dem teamkapitän riis. sieger bei der zweiten tour, zweiter bei der tour 1998 hinter pantani (und man kann nur im zweifel für den angeklagten sein, wenn man pantani nicht doping unterstellen mag). 1999 war er aufgrund eines schweren sturzes in der vorbereitung nicht am start. 2000, 2001 und 2003 dann zweiter hinter armstrong.

ciao, oliver
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wolverine

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6

Donnerstag, 8. Juli 2004, 14:08

alle deine argumente gelten und werden ohne abstriche von mir akzeptiert.

aber wer sind die großen helden des radsportes?

armstrong, indurain, lemond, merckx, hinault, anquetil...

alles leute, welche die tour de france als oberstes zu erreichendes ziel gesehen und für sich als solches gesetzt haben.

die leistungen von jan ullrich werden von mir keinenfalls geringgeschätzt.
nur wenn ullrich in einem atemzug mit den obigen genannt werden will, muss er eben nicht mit übergewicht in der ersten woche antreten. vielleicht wäre er dann nicht "nur" der beste zweite aller zeiten geworden.
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lundaland

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7

Freitag, 9. Juli 2004, 02:03

Zitat

armstrong, indurain, lemond, merckx, hinault, anquetil...


hmm, mindestens einer (ein amerikaner ;) ) ist in dieser aufzählung falsch. ich würde greg lemond nicht wirklich mit merckx vergleichen wollen. eher dann schon - wenn überhaupt - mit fignon oder coppi.

... wirklich auch interessant sind die doping-sünder der podiumsplazierten der letzten zehn jahre (lassen wir mal ullrich außen vor, denn das war weder leistungsfördernd noch trainings- oder wettkampfbegleitend): rominger (wurde erst nach karriereende bekannt), zülle (erreichte danach nicht mehr das gleiche niveau), virenque (für mich ein wunder, daß der wieder so stark ist in den bergen), pantani (die leidensgeschichte ist bekannt) und rumsas (noch dümmer ging es kaum). 5 aus 15 (seit 1993)... eine beeindruckende quote, oder?

ciao, oliver
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Ritzelritter

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8

Freitag, 9. Juli 2004, 10:20

Wie weit ist der Jan eigentlich von Armstrong oder dem Gelben Trikot entfernt??
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lundaland

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9

Freitag, 9. Juli 2004, 11:45

55 sek.

ciao, oliver
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Ritzelritter

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10

Freitag, 9. Juli 2004, 11:53

Von Armstrong oder von Gelb??
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wolverine

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11

Freitag, 9. Juli 2004, 12:10

@ Ritzelritter: von armstrong, also letztendlich auch von gelb :D

@ lunda: ok, doping eröffnet wieder ein völlig neues argumentationsfeld. denn da haben ja ullrich und armstrong auch nicht gerade blütenweisse hemden an. interessant wäre ein vergleich ohne doping, aber das träum ich lieber von was anderem.

letztendlich meine ich ja nur, dass ullrich ein ganz, ganz großer hätte werden können, wenn er sich nicht nur bzw. nicht so stark auf sein unglaubliches talent bzw. seine sagenumwobene regenerationsfähigkeit verlassen hätte.

gruß w.
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lundaland

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12

Freitag, 9. Juli 2004, 12:12

Zitat

@ lunda: ok, doping eröffnet wieder ein völlig neues argumentationsfeld. denn da haben ja ullrich und armstrong auch nicht gerade blütenweisse hemden an. interessant wäre ein vergleich ohne doping, aber das träum ich lieber von was anderem.


immerhin gibt es bei armstrong nur vagen verdacht... und was ullrich gemacht hat, hatte nichts mit leistungssteigerung zu tun ;)

ciao, oliver
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wolverine

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13

Freitag, 9. Juli 2004, 12:18

bei ullrich wundert mich halt nur etwas, dass einer mit ärztlich bestätigtem asthma solche leistungen erbringen kann.

und armstrong lässt nix auf seinen ehemaligen arzt/medizinischen berater ??kommen, der als tragendes element in der dopingszene erkannt wurde.

klar, es gibt keine beweise und ich möchte diesen beiden ausnahmeatlethen auch nichts unterstellen. nur eben diese umgebungsgeräusche lassen mich eben etwas aufhorchen
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wolverine

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14

Freitag, 9. Juli 2004, 12:33

zur info:

1903 Maurice Garin Frankreich
1904 Henri Cornet Frankreich
1905 Louis Trousselier Frankreich
1906 René Pottier Frankreich
1907 Lucien Petit-Breton Frankreich
1908 Lucien Petit-Breton Frankreich
1909 François Faber Luxemburg
1910 Octave Lapize Frankreich
1911 Gustave Garrigou Frankreich
1912 Odile Defraye Belgien
1913 Philippe Thys Belgien
1914 Philippe Thys Belgien
1919 Firmin Lambot Belgien
1920 Philippe Thys Belgien
1921 Léon Scieur Belgien
1922 Firmin Lambot Belgien
1923 Henri Pélissier Frankreich
1924 Ottavio Bottecchia Italien
1925 Ottavio Bottecchia Italien
1926 Lucien Buysse Belgien
1927 Nicolas Frantz Luxemburg
1928 Nicolas Frantz Luxemburg
1929 Maurice Dewaele Belgien
1930 André Leducq Frankreich
1931 Antonin Magne Frankreich
1932 André Leducq Frankreich
1933 Georges Speicher Frankreich
1934 Antonin Magne Frankreich
1935 Romain Maes Belgien
1936 Sylvère Maes Belgien
1937 Roger Lapébie Frankreich
1938 Gino Bartali Italien
1939 Sylvère Maes Belgien
1947 Jean Robic Frankreich
1948 Gino Bartali Italien
1949 Fausto Coppi Italien
1950 Ferdi Kübler Schweiz
1951 Hugo Koblet Schweiz
1952 Fausto Coppi Italien
1953 Louison Bobet Frankreich
1954 Louison Bobet Frankreich
1955 Louison Bobet Frankreich
1956 Roger Walkowiak Frankreich
1957 Jacques Anquetil Frankreich
1958 Charly Gaul Luxemburg
1959 Federico Bahamontes Spanien
1960 Gastone Nencini Italien
1961 Jacques Anquetil Frankreich
1962 Jacques Anquetil Frankreich
1963 Jacques Anquetil Frankreich
1964 Jacques Anquetil Frankreich
1965 Felice Gimondi Italien
1966 Lucien Aimar Frankreich
1967 Roger Pingeon Frankreich
1968 Jan Janssen Holland
1969 Eddy Merckx Belgien
1970 Eddy Merckx Belgien
1971 Eddy Merckx Belgien
1972 Eddy Merckx Belgien
1973 Luis Ocana Belgien
1974 Eddy Merckx Belgien
1975 Bernard Thevenet Frankreich
1976 Lucien van Impe Belgien
1977 Bernard Thevenet Frankreich
1978 Bernard Hinault Frankreich
1979 Bernard Hinault Frankreich
1980 Joop Zoetemelk Holland
1981 Bernard Hinault Frankreich
1982 Bernard Hinault Frankreich
1983 Laurent Fignon Frankreich
1984 Laurent Fignon Frankreich
1985 Bernard Hinault Frankreich
1986 Greg Lemond USA
1987 Stephen Roche Irland
1988 Pedro Delgado Spanien
1989 Greg Lemond USA
1990 Greg Lemond USA
1991 Miguel Indurain Spanien
1992 Miguel Indurain Spanien
1993 Miguel Indurain Spanien
1994 Miguel Indurain Spanien
1995 Miguel Indurain Spanien
1996 Riis Bjarne Dänemark
1997 Jan Ullrich Deutschland
1998 Marco Pantani Italien
1999 Lance Armstrong USA
2000 Lance Armstrong USA
2001 Lance Armstrong USA
2002 Lance Armstrong USA
2003 Lance Armstrong USA
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lundaland

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15

Freitag, 9. Juli 2004, 13:50

Zitat

bei ullrich wundert mich halt nur etwas, dass einer mit ärztlich bestätigtem asthma solche leistungen erbringen kann.


obacht! sehr viele ausdauersportler sind asthmatiker... daher auch der begriff leistungsasthmatiker. ich schätze die zahl der daran leidenden tour-teilnehmer mal auf 30 bis 50%. schau mal via google im zwischennetz.

ciao, oliver
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wolverine

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16

Freitag, 9. Juli 2004, 14:03

Zitat

Original von lundaland


schau mal via google im zwischennetz.



habe ich getan:

fund 1:

Spitzensportler: Vier von fünf leiden an Asthma
Hamburg (dpa) - Der deutsche Rad-Profi und Olympiasieger Jan Ullrich (Merdingen) scheint nicht der einzige Sportler zu sein, der unter Asthma leidet. Bei internationalen Veranstaltungen gaben bis zu 80 Prozent der Sportler an, Asthmatiker zu sein – im Bevölkerungsschnitt seien es nur 4 Prozent, schreibt das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Belegt ist allerdings, dass Ausdauersportler durch hartes Training im Freien leicht Asthma bekommen können. Ullrich hatte in der vergangenen Woche erklärt, die nach der Razzia beim Giro d'Italia bei ihm gefundenen Kortikoide wegen seines Asthmas zu benötigen. Laut Spiegel lassen sich viele Athleten attestieren, Asthmatiker zu sein, um dadurch legal kortisonhaltige Präparate einnehmen zu können. Die ab 1. September gültigen Doping-Bestimmungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verlangen zwar "umfangreiche medizinische Begründungen" für Inhalationspräparate, für Kortikoide, die eine bessere Energiebereitstellung im Muskel ermöglichen sowie schmerzlindernd wirken, reichte aber weiter das Attest des Arztes. Der Hamburger Bronchial-Allergologe Martin Ehlers, der Schwimmer der deutschen Nationalmannschaft betreut, fordert, dass künftig auch die Methode, mit der Belastungsasthma festgestellt wurde, im Attest genannt werde. Wie die "Bild am Sonntag" weiter berichtet, drohen französische Ärzte jetzt mit einem Boykott der Tour de France. Veranstalter und Juristen sollen ihnen garantieren, dass sie den Fahrern die laut Gesundheitspass erlaubten Medikamente auch verabreichen dürfen.(ths) 17. Juni 2001

fund 2:

Spitzensportler leiden oft unter Asthma - aber so oft wie angezeigt?
Warum gibt es unter den Berufssportlern so viele Asthmatiker? Täusche sie ihre Krankheit bloß vor, um auf diese Weise offiziell verbotene Medikamente nehmen zu dürfen? Seitdem bekannt geworden ist, daß die Staatsanwaltschaft Florenz auch gegen den deutschen Berufsradfahrer Jan Ullrich ermittelt, wird das Thema Doping und Asthma in der Öffentlichkeit diskutiert. Bei Ullrich waren während des Giro inhalative Kortikoide beschlagnahmt worden. Nach Auskunft von Telekom-Arzt Dr. Lothar Heinrich leidet der ehemalige Tour-Sieger seit Jahren unter Pollenallergie und Asthma, weshalb er die Präparate benötige. Die Medizinische Kommission des IOC definiert Doping unter anderem als die "Verabreichung von Wirkstoffen, die verbotenen Gruppen pharmakologischer Wirkstoffe angehören". Eine entsprechende Verbotsliste wird den Athleten und ihren Ärzten ausgehändigt. Zur Behandlung einer obstruktiven Lungenerkrankung, eines allergischen oder eines Anstrengungsasthmas sind systemisch eingesetzte Kortikosteroide verboten. Auch die Beta2-Agonisten unterliegen grundsätzlich dem Dopingverbot. Um kranken Sportlern jedoch zu helfen,
hat das IOC Wirkstoffe zur Inhalation zugelassen. Darunter fallen Dosier-Aerosole, Pulver zur Inhalation, Diskus, Inhalationslösung, EasyHaler und ähnliche Darreichungsformen. Zur inhalativen Therapie sind derzeit die Beta2-Agonisten Salbutamol, Salmeterol und Formoterol zugelassen. Der Einsatz von inhalativen Kortikosteroiden wird geduldet. Die Erkrankung muß in jedem Fall von einem Facharzt bestätigt und angezeigt werden. Genau daran entzündet sich die Kritik. Als im vergangenen Jahr bekannt wurde, daß der Schwimmstar Sandra Völker an Asthma erkrankt ist, gab es die gleichen Dopingverdächtigungen gegen sie wie jetzt gegen Ullrich. Hintergrund dieser Spekulationen sind die hohen Zahlen an angezeigten Asthma-Erkrankungen unter Hochleistungssportlern. Danach litt im vergangenen Jahr jeder fünfte Teilnehmer der Olympischen Spielen von Sydney an Asthma. Bei den Winterspielen 1994 in Lillehammer sollen Berichten zufolge 70 Prozent aller Athleten Asthma-Bescheinigungen präsentiert haben, bei der Schwimm-WM in Perth sogar 80 Prozent. Studien belegen, daß Ausdauersportler wie Läufer, Schwimmer, Radfahrer und Skilangläufer in der Tat häufiger Asthma bekommen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Allerdings liegt die dokumentierte Rate von zehn Prozent deutlich unter jener Zahl von Erkrankungen, die vor Wettkämpfen gemeldet wird. Von Pete Smith Ärzte Zeitung, 21.06.2001
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lundaland

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17

Samstag, 17. Juli 2004, 00:12

naja inzwischen sind ullrichs chancen noch etwas mehr gesunken. mein geheimtip virenque hat heute leider wie ullrich und hamilton leider deutlich federn lassen müssen. morgen ist ullrichs letzte chance... wenn er da nicht zurückschlagen kann, dann war's das.

erstaunlich ist aber der kampf von voeckler. einfach toll... bei den letzten beiden etappen mußte er fast alleine fahren und da sind die vier minuten verlust auf armstrong doch wirklich eine gute leistung. hut ab!

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Dorfbewohner0815

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Wohnort: 47574 Goch ...fast aus Holland! Vom schönen Niederrhein

Beruf: Produktmanager

18

Samstag, 17. Juli 2004, 17:13

Uihh, uihh, uihh...

Hallo zusammen!

Oh Mann! Gegen Lance Armstrong scheint kein Kraut gewachsen zu sein! Für "uns Ulle" wird´s jetzt aber mehr als eng! Nur eine Schwäche von Armstrong in den Alpen (--> kaum zu erwarten) kann Ullrich noch zum Sieg verhelfen! ;(

Zitat

erstaunlich ist aber der kampf von voeckler. einfach toll... bei den letzten beiden etappen mußte er fast alleine fahren und da sind die vier minuten verlust auf armstrong doch wirklich eine gute leistung. hut ab!

Das kann man heute wieder nur bestätigen! Nochmals das gelbe Trikot verteidigt! Eine Super-Leistung, die zu Beginn wohl keiner erwartet hätte! :))

Gruß
Jens

PS: Vielleicht hilft ja noch viel Daumendrücken! ;)
"Ich muss sagen, dass das wirklich ein spezialgelagerter Sonderfall ist"
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KillerN

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Wohnort: Heusenstamm (bei Frankfurt a.M)

19

Samstag, 17. Juli 2004, 17:53

Man was ist denn nur mit Jan los, der hat doch nicht etwas ein halbes Jahr lang am Rhönrad trainiert oder ?
Wie kann es denn sein das man nach so langem intensiven training so eine geringe Leistung nur erbringen kann ?

Die Tour ist gelaufen, allerdings kam es mir schon recht merkwürdig vor nachdem Jan den Prolog so versemmelt hatte.

Ich hoffe er schafft es noch auf Platz 2 nach den beiden Zeitfahren.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten :D
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lundaland

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20

Samstag, 17. Juli 2004, 17:59

es ist einfach brutal. nur wirklich ärgerlich sind dann die kommentare der sogenannten fachleute, die man selbst mit rotweiler nicht auf einen mittelgebirgsgipfel brächte. eigentlich fand ich ullrichs leistung heute ziemlich beeindruckend. ich bin wirklich kein großer fan von ihm, aber die moral muß man erst einmal haben. ebenfalls großeartig: basso und voeckler. basso ist vielleicht wirklich der mann der zukunft. wie man 10%ige anstiege so sauber und ruhig fahren kann ist schon beeindruckend.

im gegensatz zu usps (die bei den beiden letzten etappen das feld regelrecht demontiert hat) und csc (die mit der ausreißertaktik usps die führungsarbeit aufzwingen) gibt es bei t-mobile keine erkennbare strategie. klöden fährt für sich, ullrich fährt für sich, der rest fährt irgendwo. gestern war es sicherlich ullrichs versagen, kein thema. heute aber hat auch die mannschaft nicht funktioniert. klöden fuhr als vierter am ende 1:15 vor ullrich ins ziel und der mußte die letzten acht kilometer komplett alleine gehen... das ist schwachsinn.

klöden ist im zweitfahren und wahrscheinlich auch in den alpen weiterhin schwächer als ullrich und jedes mal läßt man den stärksten helfer alleine nach vorne fahren. eine super strategie, wirklich. em ende wird man einen sechsten und einen achten rang im gesamtklassement erreichen. selbst im letzten jahr fuhr winokurov am ende für ullrich... und die beiden waren nicht mal im selben team.

insofern ist das auch die letzte hoffnung auf ein spannendes finish. eigentlich glaube ich nicht an eine schwäche von usps. entweder kann basso das niveau auch im bergzeitfahren halten und für eine sensation sorgen, oder ullrich bekommt die unterstützung einer verliererfraktion. euskatel, phonak und auch t-mobile haben ja wohl kaum noch was im gesamtklassement zu gewinnen. mal sehen wie es in den alpen läuft.

ciao, oliver
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